Schenken macht froh!
David und ich haben am Freitag ein Paket für meine Schwiemu gepackt. Bei ihr ist die Rente arg knapp, aber sie beschwert sie nie. Sie würde sich nur einfach niemals etwas “luxuriöseres” gönnen, es ist eben so wie es ist, sagt sie immer.
Dabei ist sie eine ausgesprochene Schleck-Tante… Sie erzählt immer, wenn sie etwas Leckeres da hat, dann kommt es in einen bestimmten Schrank. Und abends von der Couch aus läuft sie immer zu dem Schrank, nimmt sich ein Stück und setzt sich wieder. Dann steht sie wieder auf, holt sich wieder ein Stückchen und so weiter…
Da wir meine Schwiemu dieses Weihnachten auch nicht sehen, haben David und ich ihr ein Päckchen gepackt. Drin waren ein paar Leckereien, ein Kochbuch und ein Buch “Biss zum Morgengrauen”. Sie muss ja wissen, was zur Zeit grad “hipp” ist und der Mainstream so liest, damit sie mitreden kann! Dazu noch eine Karte, an der David mitgeschrieben hat und fertig war das Weihnachtspaket.
Gleich Freitag habe ich das Paket noch zur Post gebracht und ihr nichts davon verraten. Normalerweise schimpft sie nämlich immer, wenn man ihr was schenkt. “Hach nee, des solle ner doch net mache!” ist dann ihr Standard Spruch.
Und gestern Nachmittag klingelte dann schon das Telefon. Danke, liebe Post, das ging ja echt fix! Was hat sie sich gefreut. Sie sagte, sie wäre sich vorgekommen wie ein Kind unterm Tannenbaum. Na, dann haben wir doch ins Schwarze getroffen! Kein Schimpfschimpf, nur helle Freude. Das wiederum freut mich jetzt. Das Gefühl nehme ich jetzt mit über Weihnachten. Auch wenn wir uns nicht sehen in diesem Jahr.



Dazu fällt mir spontan ein alter Poesiealbumspruch ein. Einer von der Sorte, die man nie selber schreibt, die aber einfach hängenbleiben, weil man sie ungefähr 20000x gelesen hat:
Ist wohl doch was dran.